Verbesserung der Qualität in der frühkindlichen Bildung: BAGFW äußert Anforderungen an das SCQEG
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) hat eine Stellungnahme zum Referentenentwurf des Kita-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetzes (SCQEG) an das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend übermittelt. In ihrer Stellungnahme begrüßt die BAGFW das Ziel, die Qualität der Kindertagesbetreuung weiterzuentwickeln und frühzeitig Bildungschancen für Kinder zu stärken. Dennoch erkennt sie erheblichen Nachbesserungsbedarf in den Bereichen Finanzierung, Bildungsverständnis und Inklusion.
Die BAGFW hebt positive Aspekte des Gesetzentwurfs hervor, darunter die geplanten Regelungen zur Personalausstattung, die gezielte Förderung von Einrichtungen, die viele Kinder in herausfordernden Lebenslagen betreuen, sowie die Stärkung von Fachberatung und Fortbildung. Diese Maßnahmen könnten entscheidend zur Qualitätsentwicklung und zur Verbesserung der Bildungschancen von Kindern beitragen.
In Kürze
- BAGFW unterstützt das Ziel des SCQEG, die Qualität der Kindertagesbetreuung zu verbessern.
- Erheblicher Nachbesserungsbedarf besteht bei der Finanzierung und dem Bildungsverständnis.
- Die geplante zeitlich begrenzte Bundesbeteiligung an neuen Qualitätsstandards ist kritisch zu bewerten.
- Frühkindliche Bildung soll ganzheitlich gefördert werden, nicht nur auf Basiskompetenzen reduziert.
- Inklusion muss von Anfang an in die Entwicklungsprozesse integriert werden.
- Die BAGFW fordert eine zielgenaue Unterstützung für Einrichtungen in herausfordernden Lebenslagen.
Zusammengefasst
Die BAGFW sieht im SCQEG wichtige Ansätze zur Schaffung von Chancengerechtigkeit und zur Verbesserung der Qualität in der Kindertagesbetreuung. Um die Ziele des Gesetzes tatsächlich zu erreichen, sind jedoch eine dauerhafte Finanzierung, ein erweitertes Bildungsverständnis und eine konsequent inklusive Ausrichtung erforderlich. Die BAGFW betont, dass die Qualitätsentwicklung nicht auf die Messung von Kompetenzen beschränkt werden darf, sondern die Rahmenbedingungen stärken muss, unter denen Kinder gesund aufwachsen, lernen und sich entwickeln können.
Quelle: Der Paritätische
