Entbürokratisierung der Pflegedokumentation: Ein Schritt in die Zukunft
Im Rahmen des Projekts Ein-STEP + BRK 2 setzen die Verantwortlichen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) wichtige Weichen für eine grundlegende Neuausrichtung der Pflegedokumentation. Dieses Vorhaben reagiert auf den wachsenden Bedarf an schlanker, übersichtlicher und aussagekräftiger Dokumentation in der Pflege. Es zielt darauf ab, die bestehenden Strukturen zu optimieren und gleichzeitig den neuen Anforderungen des Pflegebedürftigkeitsbegriffs gerecht zu werden.
Das Projekt startet mit einer breiten Beteiligung von 7 ambulanten Pflegediensten, 3 Tagespflegeeinrichtungen und 12 vollstationären Pflegeeinrichtungen. Ziel ist es, die Pflegedokumentation so zu gestalten, dass sie die Selbstständigkeit und die Einschränkungen pflegebedürftiger Personen angemessen abbildet. Diese Aspekte sollen künftig zentral in der Planung und Dokumentation des Pflegeprozesses berücksichtigt werden.
Um diese Veränderungen nachhaltig zu verankern, finden zentrale Workshops sowie individuelle Umsetzungsbegleitungen statt. Die bisherigen Vorgaben und Handlungsroutinen werden aufgebrochen, um einen grundlegenden Umdenkungsprozess bei allen Pflege- und Betreuungskräften einzuleiten. Das Ein-STEP+ Projekt wird durch Fördermittel der Lotterie GlücksSpirale unterstützt, was den teilnehmenden Leitungskräften und Qualitätsmanagement-Beauftragten die Möglichkeit gibt, sich intensiv auf die Herausforderungen einer zukunftsgerechten Pflegedokumentation vorzubereiten.
In Kürze
- Projekt Ein-STEP + BRK 2 fördert die Entbürokratisierung der Pflegedokumentation.
- Wichtige Zielsetzung ist eine einheitliche und aussagekräftige Dokumentation.
- Das Projekt involviert 22 ambulante und stationäre Einrichtungen des BRK.
- Fokus auf die Selbstständigkeit und Einschränkungen pflegebedürftiger Personen.
- Workshops und individuelle Begleitungen zur nachhaltigen Umsetzung.
- Unterstützung durch Fördermittel der Lotterie GlücksSpirale.
Zusammengefasst
Das Projekt Ein-STEP + BRK 2 stellt einen bedeutenden Schritt in der Neuausrichtung der Pflegedokumentation dar. Es adressiert die Notwendigkeit, bestehende bürokratische Strukturen aufzubrechen und die Dokumentation an die neuen Anforderungen anzupassen. Durch gezielte Workshops und individuelle Unterstützung wird angestrebt, einen nachhaltigen Umdenkungsprozess bei den Pflege- und Betreuungskräften zu initiieren. Dies sorgt nicht nur für eine Verbesserung der Pflegequalität, sondern fördert auch die Selbstständigkeit der betroffenen Personen.
Quelle: Bayerisches Rotes Kreuz