Fehlzeiten effektiv managen für mehr Wertschöpfung

Hohe Fehlzeiten in Deutschland verursachen Produktionsverluste; Unternehmen sollten Fehlzeiten als Chance zur Wertschöpfung nutzen.

Fehlzeiten effektiv steuern: Vom Kostenfaktor zur Wertschöpfung

Fehlzeiten stellen nicht nur ein Thema für die Personalabteilung dar, sondern beeinflussen maßgeblich die Produktivität und Resilienz von Sozialunternehmen. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Deutschland 2023 mit einem Durchschnitt von 21 Arbeitsunfähigkeitstagen pro Beschäftigten konfrontiert ist, was zu erheblichen Produktionsausfällen und Verlusten an Bruttowertschöpfung führt. In diesem Kontext ist es wichtig, Fehlzeiten nicht nur als Kostenfaktor zu betrachten, sondern als Ansatzpunkt für nachhaltige Wertschöpfung und Stabilisierung der Organisation.

In Kürze

  • 2023 liegt die durchschnittliche Fehlzeitenquote in Deutschland bei 21 AU-Tagen pro Beschäftigtem.
  • Hohe Fehlzeiten verursachen Produktionsausfälle von etwa 128 Mrd. € und Verluste an Bruttowertschöpfung von 221 Mrd. €.
  • Psychische Erkrankungen sind für 11,9 % der Fehlzeiten verantwortlich und zeigen einen signifikanten Anstieg.
  • Präsentismus, also krankes Arbeiten, wird zunehmend zu einem Problem, das die Produktivität negativ beeinflusst.
  • Führung und eine gerechte Unternehmenskultur spielen eine entscheidende Rolle bei der Reduzierung von Fehlzeiten.

Zusammengefasst

Die aktuellen Herausforderungen durch hohe Fehlzeiten erfordern ein Umdenken in der Unternehmensführung. Durch ein strukturiertes Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) und eine faire, vertrauensvolle Führungskultur können Unternehmen nicht nur die Rückkehrquote von Mitarbeitenden verbessern, sondern auch den Präsentismus reduzieren. Langfristig führt dies zu einer stabileren Organisation, die sowohl die Produktivität als auch die Arbeitgeberattraktivität steigert. Die Investition in integrierte Gesundheitsmanagement-Programme zeigt sich hierbei als wirtschaftlich sinnvoll, da sie hohe Renditen versprechen und somit zur Sicherung der Relevanz und Identität im sozialen Sektor beitragen.

Quelle: Personalwirtschaft.de

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