Wohnen ist nach wie vor eines der wichtigen sozialen Themen. Doch die Zahl der neuen Wohnungen sinkt.
Im Jahr 2025 verzeichnet Deutschland einen signifikanten Rückgang bei der Fertigstellung neuer Wohnungen. Laut einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden insgesamt 206.600 Wohnungen fertiggestellt, was einem Rückgang von 18,0 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies markiert den niedrigsten Wert seit 2012 und folgt einem bereits rückläufigen Trend, der im Jahr 2024 mit einem Minus von 14,4 % begann. Die Entwicklung ist besonders bemerkenswert, da die Anzahl neuer Wohnungen in den Jahren 2021 bis 2023 konstant bei etwa 294.000 lag. Der Tiefpunkt wurde im Jahr 2009 mit nur 159.000 Wohnungen erreicht, während 2020 der Höchststand von 306.400 Wohnungen registriert wurde.
Die Analyse zeigt, dass der Rückgang alle Arten von Wohngebäuden betrifft. Insbesondere die Zahl der fertiggestellten Einfamilienhäuser ist um 23,3 % gesunken, während auch die Anzahl der Mehrfamilienhäuser um 18,9 % zurückgeht. Diese Entwicklung könnte durch verschiedene Faktoren, wie die anhaltenden Herausforderungen im Bauwesen und die zunehmenden Schwierigkeiten bei der Genehmigung und Fertigstellung von Projekten, beeinflusst worden sein.
In Kürze
- 206.600 fertiggestellte Wohnungen in 2025 – ein Rückgang um 18,0 %.
- Niedrigster Wert seit 2012; Rückgang seit zwei Jahren in Folge.
- 172.600 Wohnungen in neu errichteten Wohngebäuden fertiggestellt (-20,0 %).
- Rückgänge bei Einfamilienhäusern: -23,3 %; Mehrfamilienhäuser: -18,9 %.
- Durchschnittliche Dauer der Bauprojekte von Genehmigung bis Fertigstellung beträgt 27 Monate.
Wohnen ist ein soziales Thema
Wer im Bereich Kinder- und Jugendhilfe arbeitet, weiß, dass Wohnen nach wie vor ein wichtiges soziales Thema ist. Zwar sind aktuelle Wohnverhältnisse weit weg von dem, was etwa kurz nach dem Krieg normal war. Doch trotz immer mehr Wohnraum pro Kopf leben gerade Familien mit geringem Einkommen in Großstädten teilweise noch beengt. Das kann zu Spannungen und Konflikten führen.
Quelle: Statistisches Bundesamt