Klinikschließungen: Wer plant die Zukunft der Gebäude?

Herausforderungen der Krankenhausreform: Wo bleibt der Plan für Klinikschließungen?

Die Umsetzung der Krankenhausreform, die seit dem 1. Januar 2025 in Kraft ist, verläuft schleppend. Eine aktuelle Studie des Asset- und Property-Managers ProHealth Real Estate zeigt, dass viele Bundesländer nicht nur beim Tempo, sondern auch bei der Planung von Klinikschließungen und deren Nachnutzung weit hinterherhinken. Trotz eines Transformationsfonds von 50 Milliarden Euro, der zur Unterstützung der Reform vorgesehen ist, gibt es bislang nur 15 Voranzeigen für Förderungen. Dies wirft die Frage auf: Was geschieht mit den geschlossenen Gebäuden der Krankenhäuser?

Die Studie zeigt, dass acht von 16 Bundesländern keine verwertbaren Angaben zu ihren Planungen machen konnten. Diese Lücke in der Kommunikation verdeutlicht, dass ein umfassender Plan für die Nachnutzung der geschlossenen Klinikgebäude fehlt. Dr. Uwe Natter, Geschäftsführer von ProHealth Real Estate, kritisiert, dass die Länder die Reform nicht mit der erforderlichen Professionalität und Schnelligkeit umsetzen. In der aktuellen Situation müssen die betroffenen Länder dringend Maßnahmen ergreifen, um die Auswirkungen der Schließungen auf die Versorgung der Bevölkerung zu minimieren.

In Kürze

  • Die Krankenhausreform kommt nur schleppend voran.
  • 8 von 16 Bundesländern liefern keine verwertbaren Daten zur Planung von Klinikschließungen.
  • Der Transformationsfonds von 50 Milliarden Euro zeigt bisher kaum Wirkung.
  • Bremen ist das einzige Bundesland mit einem konkreten Nachnutzungskonzept.
  • Regulatorische Hürden und Rückforderungsrisiken erschweren die Nachnutzung von Krankenhausimmobilien.

Zusammengefasst

Die Studie von ProHealth Real Estate verdeutlicht, dass die Umsetzung der Krankenhausreform in Deutschland stark hinter den Erwartungen zurückbleibt. Viele Bundesländer haben keine klaren Pläne für die Nachnutzung geschlossener Kliniken, was zu einem unkontrollierten Kliniksterben führen könnte. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Länder aktiv an der Planung und Umsetzung von Nachnutzungskonzepten arbeiten, um die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung nachhaltig sicherzustellen.

Quelle: kma Online

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