Nachlass-Fundraising als Chance

Das Potenzial des Nachlass-Fundraisings: Eine Chance für gemeinnützige Organisationen

Die Bereitschaft, etwas Bleibendes zu hinterlassen, wächst in der Bevölkerung. Immer mehr Menschen erkennen die Möglichkeit, über das eigene Leben hinaus einen positiven Einfluss auszuüben und sich für gemeinnützige Zwecke einzusetzen. Dennoch zeigen diverse Studien, dass viele Organisationen Nachlass-Fundraising noch nicht ausreichend in ihre Strategien integriert haben. Diese Entwicklung weist auf ein erhebliches ungenutztes Potenzial hin, das Organisationen strategisch anpacken sollten.

In Kürze

  • Steigende Bereitschaft, Vermächtnisse zugunsten gemeinnütziger Zwecke zu hinterlassen.
  • Wachsendes Bewusstsein für die eigene gesellschaftliche Verantwortung.
  • Viele Organisationen nutzen bisher nicht die Chancen des Nachlass-Fundraisings.
  • Eine systematische Integration kann zu einem nachhaltigen Wachstum der Mittel führen.
  • Die demografische Entwicklung spricht für eine verstärkte Nachfrage nach solchen Spendenformen.

Thema mit Chancen…

Das Thema „Erbschaft“ bietet Chancen und Risiken zugleich. Chancen, weil immer mehr Menschen keine Kinder hinterlassen, denen sie ihr Vermögen hinterlassen wollen. Chancen auch deshalb, weil sich der über die Jahrzehnte gestiegene Wohlstand auch in einem steigenden Wert der Erbschaften bemerkbar macht.

Rund 113 Millionen Euro wurden laut Statistischem Bundesamt 2014 steuerlich erfasst. Wegen der Freibeträge liegt der Wert der Erbschaften aber weit höher, Schätzungen gehen von rund 400 Millionen Euro pro Jahr aus.

…und Risiken

Das Thema birgt aber auch Risiken, denn der Tod ist ein heikles Thema und das Werben um Erbschaften kann schnell anrüchig wirken.

Die Stiftung Männergesundheit startet ihr Werben um Nachlässe deshalb mit der Überschrift Wir wollen, dass Sie länger leben.

Beispiel für Ansprechen von Interessierten zum Thema Nachlass
Wer um Erbschaften wirbt, muss den richtigen Ton treffen.

Niemand will schließlich wie ein Erbschleicher aussehen. Eine zurückhaltende Ansprache ist deshalb wichtig. Punkten lässt sich mit Zusatzinformationen, etwa zu Fragen wie „Was ist der Unterschied zwischen vererben und vermachen“.

Zusammengefasst

Die zunehmende Bereitschaft in der Bevölkerung, Vermächtnisse gemeinnützigen Zwecken zukommen zu lassen, stellt eine wertvolle Möglichkeit für Organisationen dar, ihre Fundraising-Strategien zu diversifizieren. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt das Nachlass-Fundraising in vielen Fällen unterentwickelt. Um von diesem Potenzial zu profitieren, ist es für Organisationen entscheidend, entsprechende Strukturen zu schaffen und ein Bewusstsein für diese Form der Mittelbeschaffung zu fördern. Dies könnte nicht nur zu einem Anstieg der Spenden führen, sondern auch dazu beitragen, eine tiefere Verbindung zwischen Spendern und den unterstützten Anliegen herzustellen.

Quelle: Stiftung Männergesundheit

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