Innovatives Notfallmodell im Landkreis Cloppenburg
Der Landkreis Cloppenburg implementiert ein neues Notfallkonzept, das den Rettungsdienst entlastet und gleichzeitig eine schnelle medizinische Versorgung gewährleistet. Im Rahmen eines zweijährigen Pilotprojekts, das seit 2025 läuft, kommen Akut-Einsatzfahrzeuge (AEF) mit Gemeindenotfallsanitätern zum Einsatz. Diese ergänzen die klassischen Rettungsdienste und werden alarmiert, wenn ein Krankenhausaufenthalt für den Patienten nicht zwingend erforderlich ist. Beispiele sind leichte Unfälle in Schulen, Kindertagesstätten oder Betrieben.
In einer Mitteilung von Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens wird der Erfolg des Projekts hervorgehoben. Bereits 2025 wurden in den beteiligten Modellkommunen über 7800 Notfälle versorgt, die zuvor den regulären Rettungsdienst in Anspruch genommen hätten. Im Durchschnitt hat das Akut-Einsatzfahrzeug in Cloppenburg monatlich etwa 200 Einsätze. Die Ministerin betont, dass das Konzept wesentlich zur Entlastung der Notaufnahmen und des Rettungsdienstes beiträgt, wo eine abschließende Versorgung vor Ort möglich ist.
In Kürze
- Pilotprojekt seit 2025 im Landkreis Cloppenburg und weiteren Kommunen.
- Einführung von Akut-Einsatzfahrzeugen (AEF) zur Unterstützung des Rettungsdienstes.
- Alarmierung bei medizinischen Notfällen, die keinen Krankenhausaufenthalt erfordern.
- Über 7800 versorgte Notfälle in 2025 durch Gemeindenotfallsanitäter.
- Monatlich etwa 200 Einsätze des AEF in Cloppenburg.
Zusammengefasst
Das innovative Notfallmodell im Landkreis Cloppenburg zeigt, wie durch den Einsatz von Akut-Einsatzfahrzeugen die Notfallrettung entlastet werden kann. Es ist ein Schritt in Richtung effizienter medizinischer Versorgung, der in ganz Niedersachsen Potenzial hat. Aktuell fehlt jedoch eine gesetzliche Regelung auf Bundesebene, um das Konzept in das landeseigene Rettungsdienstgesetz zu integrieren.
Quelle: kma Online