Rekordsummen für gemeinnützige Organisationen erzielt

Gemeinnütziges Vererben: Ein wachsendes Engagement für den guten Zweck

Die Bereitschaft, einen Teil des eigenen Nachlasses für gemeinnützige Zwecke zu vermachen, hat in Deutschland in den letzten Jahren stark zugenommen. Laut aktuellen Daten des Spendenmonitors, veröffentlicht von der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“ und dem Deutschen Fundraising Verband, zeigt sich, dass fast jeder vierte Deutsche ab 50 Jahren in der Lage ist, eine gemeinnützige Organisation testamentarisch zu bedenken. Bei kinderlosen Personen liegt diese Zahl sogar bei über einem Drittel. Diese Entwicklung belegt, dass das gemeinnützige Vererben kein Randphänomen mehr ist, sondern zunehmend als sinnstiftende Möglichkeit angesehen wird, Werte über den Tod hinaus weiterzugeben.

Im vergangenen Jahr konnten die 26 Mitgliedsorganisationen der Initiative „Mein Erbe tut Gutes“ einen Rekordbetrag von 148 Millionen Euro aus Nachlässen verzeichnen. In den letzten vier Jahren summiert sich diese Zahl auf über 570 Millionen Euro. Diese beeindruckenden Ergebnisse zeigen den Wandel in der gesellschaftlichen Haltung gegenüber gemeinnützigem Engagement und dem Teilen von Erbschaften.

In Kürze

  • Fast jeder vierte Deutsche ab 50 kann sich vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken.
  • Bei kinderlosen Personen beträgt die Bereitschaft über 33 Prozent.
  • Im letzten Jahr wurden 148 Millionen Euro aus Nachlässen für gemeinnützige Zwecke gesammelt.
  • Die größten Beweggründe für das Vererben sind das Teilen von Werten und das Verhindern der Staatseinnahmen.
  • Tierschutz, Klimaschutz und Kinderhilfe sind die bevorzugten Zwecke für gemeinnützige Erbschaften.

Zusammengefasst

Die Ergebnisse des Spendenmonitors belegen, dass das gemeinnützige Vererben in Deutschland an Bedeutung gewinnt. Immer mehr Menschen erkennen die Möglichkeit, durch ihr Testament einen nachhaltigen Beitrag zu leisten und positive Spuren in der Gesellschaft zu hinterlassen. Diese Entwicklung ist nicht nur ein Zeichen des Wandels in der Einstellung zum eigenen Nachlass, sondern auch ein klares Signal für die Relevanz von gemeinnützigen Organisationen in der heutigen Zeit. Das Testament für den guten Zweck stellt somit eine wertvolle Option dar, um ideelle Werte auch nach dem eigenen Ableben weiterzugeben und die Zukunft kommender Generationen aktiv mitzugestalten.

Quelle: Deutscher Fundraisingverband

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