RoMed Klinikverbund schließt 2025 mit 11,5 Millionen Euro Defizit ab

RoMed Klinikverbund verbessert Defizit, blickt jedoch besorgt in die Zukunft

Der RoMed Klinikverbund schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem Defizit von 11,5 Millionen Euro ab. Dieses Ergebnis fällt 3,5 Millionen Euro besser aus als ursprünglich geplant, da der Wirtschaftsplan ein Minus von 15 Millionen Euro vorsah. Die Entscheidung des Aufsichtsrats zur Genehmigung des Jahresabschlusses wurde einstimmig getroffen. Die Träger des Verbunds, die Stadt und der Landkreis Rosenheim, tragen die Fehlbeträge jeweils zur Hälfte. Im Vergleich zu 2024, als das Defizit noch bei 16,2 Millionen Euro lag, zeigt sich eine leichte Verbesserung der Geschäftszahlen.

Geschäftsführer Dr. Ulrich Schulze führt das positive Ergebnis auf das Engagement der Belegschaft sowie auf Leistungssteigerungen in den ambulanten und stationären Bereichen zurück. Der Klinikverbund plant, den eingeschlagenen Kurs auch im laufenden Jahr fortzusetzen. Zudem erfüllt RoMed die Anforderungen für knapp 60 Leistungsgruppen, deren offizielle Zuteilung durch das Bayerische Gesundheitsministerium bis Jahresende erwartet wird.

Die einzelnen Standorte des Klinikverbunds haben sich spezialisiert: Bad Aibling fokussiert sich auf Altersmedizin, HNO, Bariatrie und Hernienchirurgie, während Prien am Chiemsee die Orthopädie mit einem vollständigen Spektrum bei Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen abdeckt. Wasserburg hat sich auf gefäßchirurgische Eingriffe spezialisiert, insbesondere bei Aortenaneurysmen, und Rosenheim agiert als Maximalversorger für Schwerstverletzte und onkologische Patienten.

In Kürze

  • Defizit von 11,5 Millionen Euro für 2025, 3,5 Millionen Euro besser als geplant.
  • Aufsichtsrat genehmigt Jahresabschluss einstimmig.
  • Fehlbeträge werden von Stadt und Landkreis Rosenheim getragen.
  • Verbesserung im Vergleich zu 2024 (16,2 Millionen Euro Defizit).
  • RoMed erfüllt knapp 60 Leistungsgruppen; Zuteilung bis Jahresende erwartet.
  • Standorte spezialisiert auf verschiedene medizinische Bereiche.
  • Sorge um gravierende Erlöskürzungen durch das GKV-Stabilisierungsgesetz ab 2027.

Zusammengefasst

Trotz eines verbesserten Defizits von 11,5 Millionen Euro blickt der RoMed Klinikverbund mit Besorgnis auf die kommenden Jahre. Geschäftsführer Dr. Schulze warnt vor möglichen gravierenden Erlöskürzungen durch das GKV-Stabilisierungsgesetz, die ohne politische Nachbesserungen nicht kompensiert werden können. Mit über 1000 Betten und mehr als 4000 Mitarbeitenden versorgt der Klinikverbund jährlich zahlreiche Patienten stationär und ambulant, während er gleichzeitig seine Spezialisierungen in verschiedenen medizinischen Bereichen weiter vorantreibt.

Quelle: kma Online

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