RoMed Klinikverbund: Defizit von 11,5 Millionen Euro im Jahr 2025
Der RoMed Klinikverbund schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem Defizit von 11,5 Millionen Euro ab, was eine Verbesserung gegenüber dem ursprünglich geplanten Minus von 15 Millionen Euro darstellt. Geschäftsführer Dr. Ulrich Schulze hebt hervor, dass das positive Ergebnis auf das Engagement der Belegschaft sowie auf Leistungssteigerungen im ambulanten und stationären Bereich zurückzuführen ist. Diese Entwicklung zeigt, dass der Verbund die Herausforderungen des Gesundheitsmarktes aktiv angeht.
Die Stadt und der Landkreis Rosenheim tragen die Fehlbeträge gleichmäßig, was die kommunale Verantwortung unterstreicht. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem das Defizit bei 16,2 Millionen Euro lag, sind die Zahlen leicht optimistisch. RoMed erfüllt zudem die Voraussetzungen für knapp 60 Leistungsgruppen, und die offizielle Zuteilung durch das Bayerische Gesundheitsministerium wird bis Ende des Jahres erwartet.
Die Kliniken innerhalb des Verbunds haben sich auf verschiedene Fachgebiete spezialisiert: Bad Aibling konzentriert sich auf Altersmedizin und HNO, Prien am Chiemsee auf Orthopädie, Wasserburg am Inn auf gefäßchirurgische Eingriffe und Rosenheim als Maximalversorger auf die Behandlung von Schwerstverletzten und onkologischen Patienten.
In Kürze
- Defizit von 11,5 Millionen Euro im Jahr 2025, 3,5 Millionen Euro besser als geplant.
- Fehlbeträge werden von Stadt und Landkreis Rosenheim getragen.
- Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (16,2 Millionen Euro Defizit).
- RoMed erfüllt knapp 60 Leistungsgruppen, Zuteilung durch das Gesundheitsministerium steht aus.
- Spezialisierung der Kliniken in verschiedenen medizinischen Bereichen.
Zusammengefasst
Der RoMed Klinikverbund zeigt im Geschäftsjahr 2025 eine positive Entwicklung trotz eines Defizits von 11,5 Millionen Euro. Die Verantwortlichen betonen die Wichtigkeit von Engagement und Leistungssteigerungen innerhalb der Belegschaft. Angesichts der Herausforderungen des GKV-Stabilisierungsgesetzes warnt Geschäftsführer Schulze jedoch vor möglichen Erlöskürzungen, die die finanzielle Situation der Kliniken ab 2027 negativ beeinflussen könnten. Die fortlaufende Spezialisierung und die Erfüllung von Leistungsgruppen sind zentrale Aspekte, die zur Stabilität des Klinikverbunds beitragen.
Quelle: kma Online