Tagesstationäre Versorgung: Uniklinik Jena spart 590 Euro pro Fall

Innovative tagesstationäre Versorgung: Gesundheitsapartments am Universitätsklinikum Jena

Das Universitätsklinikum Jena hat die tagesstationäre Behandlung nach Paragraf 115e SGB V erfolgreich getestet und erzielt dabei signifikante Einsparungen für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Durch die Bereitstellung kostenfreier Gesundheitsapartments in der Nähe der Klinik profitieren Patientinnen und Patienten nicht nur von einem angenehmeren Aufenthalt, sondern es entsteht auch ein wirtschaftlicher Vorteil von 590 Euro pro Fall im Vergleich zur vollstationären Behandlung. Dieses Modell stellt somit einen vielversprechenden Ansatz zur Verbesserung der Patientenversorgung dar.

Die tagesstationäre Behandlung ermöglicht es Patientinnen und Patienten, die normalerweise vollstationär behandelt werden müssten, außerhalb des Krankenhauses zu übernachten. In 2023 wurden bundesweit lediglich 775 solcher Behandlungen durchgeführt, wobei das Universitätsklinikum Jena eine Vorreiterrolle einnimmt. Eine gesundheitsökonomische Evaluation der Behandlungsfälle vom Frühjahr 2023 bis Ende 2024 liefert nun wichtige Daten über die Nutzung und die Effizienz dieses neuen Versorgungsansatzes.

In Kürze

  • Einführung der tagesstationären Behandlung nach § 115e SGB V.
  • 590 Euro Einsparung pro Fall für die GKV.
  • Kostenfreie Gesundheitsapartments im „Smarten Quartier Jena-Lobeda“.
  • 154 GKV-Fälle wurden evaluiert.
  • 68 Prozent der Fälle entfallen auf die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie.
  • Positive Rückmeldungen von Patientinnen und Patienten zur tagesstationären Versorgung.

Zusammengefasst

Die tagesstationäre Versorgung am Universitätsklinikum Jena zeigt, dass innovative Ansätze zur Patientenversorgung nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen erhöhen, sondern auch Einsparungen für das Gesundheitswesen mit sich bringen können. Die Bereitstellung kostenfreier Übernachtungsmöglichkeiten in Gesundheitsapartments hat sich als entscheidender Faktor für die Akzeptanz und den Erfolg dieses Modells erwiesen. Die Ergebnisse der aktuellen Evaluation legen nahe, dass ein GKV-finanzierter Übernachtungszuschuss nicht nur wirtschaftlich sinnvoll wäre, sondern auch die Patientenzufriedenheit erheblich steigern könnte. Angesichts der positiven Erfahrungen und der bisherigen Einsparungen ist das Modell eine interessante Lösung für die zukünftige Gesundheitsversorgung.

Quelle: kma Online

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