Telekonsil: Stressfreie Versorgung für Senioren

Virtuelle Unterstützung für Heimbewohner: Telemedizin als Wegbereiter für eine schonende Versorgung

In der heutigen Zeit wird die Gesundheitsversorgung durch innovative Technologien zunehmend verbessert. Besonders für ältere Menschen, die oft mit gesundheitlichen Herausforderungen konfrontiert sind, stellen Telemedizin-Projekte einen bedeutenden Fortschritt dar. In Hamburg werden derzeit zwei Projekte durchgeführt, die es ermöglichen, die medizinische Betreuung von Heimbewohnern in nicht lebensbedrohlichen Notfällen ohne unnötige Krankenhausbesuche zu gewährleisten. Diese Initiative zielt darauf ab, den Stress für die Patienten und die Belastung für das Gesundheitssystem zu reduzieren.

Die Zentrale Notaufnahme (ZNA) des Asklepios Klinikums Harburg hat in Kooperation mit der Pflegeeinrichtung Pflegen & Wohnen Heimfeld ein Telekonsil-Programm ins Leben gerufen. Dieses ermöglicht es den Pflegekräften, bei auftretenden Beschwerden wie Bauchschmerzen direkt mit einer Fachkraft in der ZNA zu kommunizieren. Anstatt sofort den Ärztlichen Notdienst zu rufen und einen Transport in die Notaufnahme zu veranlassen, können die Pflegekräfte zunächst eine Online-Visite anfordern. Dies sorgt nicht nur für eine schnellere Reaktion, sondern auch für eine bessere Einschätzung, ob eine stationäre Aufnahme notwendig ist.

Das zweite Projekt, Virtual Ward, verfolgt ein ähnliches Ziel, indem es die stationäre Behandlung in einer vertrauten Umgebung ermöglicht. Hierbei wird in einem interdisziplinären Team entschieden, ob die Pflegekräfte im Heim die weitere Versorgung übernehmen können, anstatt die Bewohner in die Klinik zu transportieren. Diese Projekte bieten eine wertvolle Unterstützung gerade für demenziell erkrankte Menschen, deren Wohlbefinden durch die Vermeidung von Krankenhausaufenthalten erheblich gesteigert werden kann.

In Kürze

  • Telekonsil ermöglicht zeitnahe Online-Visiten für Heimbewohner.
  • Reduzierung unnötiger Krankentransporte bei nicht lebensbedrohlichen Notfällen.
  • Einbindung von gesetzlichen Krankenkassen in die Projekte.
  • Virtual Ward fördert die Versorgung in gewohnter Umgebung.
  • Telemedizin-Equipment wird in Pflegeeinrichtungen bereitgestellt.

Zusammengefasst

Die Telemedizin-Projekte in Hamburg bieten einen innovativen Ansatz zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Pflegeeinrichtungen. Durch den Einsatz von Telekonsilen und der Virtual Ward wird es möglich, Heimbewohner in ihrer gewohnten Umgebung medizinisch zu betreuen, was nicht nur den Stress für die Patienten verringert, sondern auch das Gesundheitssystem entlastet. Die Initiative zeigt auf, wie moderne Technologien dazu beitragen können, die Lebensqualität älterer Menschen zu erhöhen und gleichzeitig Ressourcen im Gesundheitswesen effizienter zu nutzen.

Quelle: kma Online

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