Thüringen erhöht Landesbasisfallwert für Gesundheit

Thüringer Kliniken erhalten eine marginale Finanzierungsanpassung, bleiben jedoch unterfinanziert. Quelle: kma-online

Thüringer Krankenhäuser: Mehr Geld, jedoch unzureichende Finanzierung

In Thüringen erhalten die chronisch unterfinanzierten Krankenhäuser eine Erhöhung des Landesbasisfallwerts, der nun bei 4561,65 Euro liegt. Diese Anhebung um drei bis vier Prozent, vermeldet der Verband der Ersatzkassen (Vdek), ist jedoch aus Sicht der Kliniken unzureichend. Der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft betont, dass die tatsächlichen Steigerungen der Personal- und Sachkosten deutlich höher sind, sodass die Herausforderungen der Finanzierung weiterhin bestehen bleiben. Trotz der Einigung ohne Schiedsstelle bleibt die Sorge über die anhaltende Unterfinanzierung der Einrichtungen.

In Kürze

  • Erhöhung des Landesbasisfallwerts um 3-4% auf 4561,65 Euro.
  • Kliniken bleiben weiterhin unterfinanziert, da die Kostensteigerungen über dem Anstieg liegen.
  • Die Einigung wurde ohne Schiedsstelle erzielt.
  • Erwartete Ausgaben für 2023 liegen bei 2,1 Milliarden Euro.
  • Versicherte müssen höhere Beiträge zahlen, um steigende Kosten zu kompensieren.
  • Gesundheitsministerin betont Investitionsanstrengungen des Landes.

Zusammengefasst

Die Erhöhung des Landesbasisfallwerts stellt einen Schritt zur besseren finanziellen Ausstattung der Thüringer Krankenhäuser dar, doch die Herausforderungen sind weiterhin erheblich. Angesichts steigender Kosten bleibt die Finanzierungsfrage drängend, und die Verantwortung liegt laut Vdek auch beim Land. Die Situation spiegelt die breiteren Probleme im Gesundheitswesen wider, wo eine nachhaltige Finanzierung und Investitionsbereitschaft essenziell sind, um die Qualität der medizinischen Versorgung dauerhaft zu sichern.

Quelle: kma-online

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