Virtuelle Unterstützung für Heimbewohner in Hamburg

Telemedizin als Chance für die Pflege: Innovative Projekte in Hamburg

In Hamburg zeigen aktuelle Telekonsil-Projekte, wie moderne Technik die medizinische Versorgung von Heimbewohnern verbessern kann. Diese Ansätze zielen darauf ab, den Stress für ältere und oft demente Patienten zu reduzieren, der durch Krankenhausfahrten und stationäre Aufenthalte entsteht. Gleichzeitig helfen sie, die Belastung für Pflegekräfte und das Gesundheitssystem zu verringern. Die Telemedizin ermöglicht es Klinikärzten, aus der Ferne zu beurteilen, ob ein Patient in eine Notaufnahme eingeliefert werden muss oder ob die vertrauten Pflegekräfte die medizinische Versorgung vor Ort im Pflegeheim übernehmen können.

Ein Beispiel für eine solche Initiative ist das Telekonsil der Zentralen Notaufnahme (ZNA) des Asklepios Klinikums Harburg, das seit April 2025 mit der Pflegeeinrichtung Pflegen & Wohnen Heimfeld zusammenarbeitet. Bei nicht lebensbedrohlichen Notfällen können Pflegekräfte direkt einen Arzt kontaktieren, der dann eine Online-Visite durchführt. Vitalwerte und medizinische Informationen werden vorab übermittelt, sodass der behandelnde Arzt schnell und effektiv Entscheidungen treffen kann. Dies reduziert nicht nur unnötige Krankentransporte, sondern fördert auch eine bedarfsgerechte medizinische Betreuung in der gewohnten Umgebung der Heimbewohner.

In Kürze

  • Telemedizinische Projekte in Hamburg verbessern die Versorgung von Heimbewohnern.
  • Die Zentrale Notaufnahme des Asklepios Klinikums unterstützt Pflegeeinrichtungen in nicht lebensbedrohlichen Fällen.
  • Online-Visiten ermöglichen eine schnelle und effektive medizinische Betreuung.
  • Reduzierung von Krankentransporten und Stress für die Patienten.
  • Integration von medizinischen Daten in ein digitales System erleichtert die Behandlung.

Zusammengefasst

Die Telekonsil-Projekte in Hamburg demonstrieren, wie Telemedizin die Versorgung von Heimbewohnern bei Erkrankungen und Notfällen optimieren kann. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Pflegeeinrichtungen und Kliniken wird eine patientenfreundliche Lösung geschaffen, die sowohl die Belastungen für die Patienten als auch die Herausforderungen für das Pflegepersonal verringert. Diese innovativen Ansätze könnten ein Modell für die zukünftige Gesundheitsversorgung in sozialen Einrichtungen darstellen.

Quelle: kma Online

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